Love and Peach

We, ourselfs and Corona.

Ja, es ist beunruhigend in so eine Situation geschubst zu werden – als würde uns jemand aufs Zimmer schicken, die Tür‘ hinter uns zu machen und sagen „So, jetzt beschäftigt euch mit euch selbst.“

So manch einer hat vielleicht Gedanken im Kopf, für die sonst keine Zeit oder Lust übrig sind. Oder unsere Chefs verbieten sie uns. Man nennt es auch Denken – nur keine Angst davor! Vielleicht bilden manche Gedanken und Wörter auch Sätze, die am Ende sogar etwas Sinnvolles ergeben. Vielleicht einen Artikel den ihr teilen wollt? Natürlich kann man den Intellekt auf viele verschiedene Arten fördern.

Vorschlag Nummer eins von allen Seiten derzeit: „Lest doch wieder einmal ein Buch!“ Wirklich nicht so blöd. Vielleicht habt ihr sogar einen E-Book-Reader. Damit habt ihr innerhalb weniger Minuten fast jedes Buch aus jedem Genre, auf dass ihr gerade Lust habt. Und wenn ihr keine Leser seid: Probiert es trotzdem vor dem Schlafengehen wenn ihr Probleme habt abzuschalten. Nach 10 Seiten intensiven Lesens fällt euch das Teil aus der Hand und die Augen zu. Trust me.

Für Leute die lieber das Handy in der Hand haben: Man kann jetzt z.b. endlich in Ruhe die Fotos vom Ex aussortieren und Platz für die neuen machen – oder welche anfordern.
Apropos: Tinder und Co kann man sich jetzt besonders gut widmen und sich ausgiebig virtuell austauschen. Warum nicht eine To F.. – äh, To-Date-Liste erstellen? Für „After Corona“ natürlich.
Eine Steigerung und eine wirklich nette Abwechslung sind auch Video-Dates. Einfach vorm Laptop setzen, ein Glas Wein einschenken und man kann sich stundenlang unterhalten, ohne den unangenehmen „wer zahlt die Rechnung“ – Moment oder die lästige Frage: „zieh‘ ich hohe oder flache Schuhe an?“.  Weiterer Vorteil: Schnell frisiert und ein sauberes Top angezogen, kann man sogar ungeniert in Chill-Hose gemütlich vor der Kamera sitzen, ohne dass das Gegenüber es überhaupt mitbekommt. Und wenn doch, hat man sicher einen Moment zum gemeinsamen Schmunzeln oder Lachen.
Natürlich geht das genauso mit Freunden und Familie. Diverse Apps machen auch Video-Gruppen-Chats möglich – so hat man gleich mehrere seiner Liebsten bei sich im Wohnzimmer. Drücken und Ausgehen können wir hoffentlich in nicht allzu langer Zeit nachholen.

Was das Nachholen angeht: kleine Vorfreuden sind genauso wichtig und gut wie Ziele zu haben – warum nicht überlegen und notieren, welche Ausflüge oder welche Lokale man mit Freunden, Familie oder Dates machen oder besuchen möchte, sobald die Normalität wieder eingekehrt ist?
Dazu passend können wir auch gleich die Zeit nutzen, unsere Schränke zu sortieren und das Wintergewand nach hinten zu verbannen. Passen die Sommer-Outfits von 2019 noch? Wenn nicht, eine Gute Nachricht: wir haben alle Zeit und eigenes Körpergewicht. Mehr braucht es nicht für ein effektives Home-Workout.

Denn die Zeit nach Corona kommt definitiv – und bis dahin sind wir zumindest etwas sortierter (zumindest unsere Wohnungen) und vielleicht auch etwas belesener, fitter und dankbarer. Oder zumindest etwas davon.


Timing

Timing is a bitch. Meistens. Wie bei allen Dingen im Leben, prägen wir uns besonders das negativ behaftete ein. Das ideale gefundene Fressen für’s Timing: Jobs und Beziehungen.

Wer kennt’s? Man hat ein super Job-Angebot. Nachdem man sich schon ein halbes Jahr umgesehen hat, weil der jetzige Arbeitsplatz nicht mit dem restlichen Leben vereinbar ist, geht man zu seinem Chef um ihn den Wechsel zu eröffnen – und gerade jetzt ist eine Stelle freigeworden, die man aus logischen und vernünftigen Gründen eigentlich nicht ablehnen kann. Etwas, wofür man eigentlich dankbar sein sollte oder wäre, wird plötzlich zur Zerreißprobe. Danke Timing.

Oder man plant vielleicht sich selbstständig zu machen. Hat Kurse gebucht, das Ersparte investiert – den Job gekündigt. Plötzlich steht eine Trennung im Haus und entgegen aller Vereinbarungen steht man ohne Wohnung da. Dafür vielleicht mit Kleinkind. Und Hund.

Als Kind denkt man, Erwachsen sein heißt: Eis essen zum Frühstück, schlafen gehen wann man möchte und irgendwer wird dich für deine Fehler höchstens schimpfen und sie dann ausbügeln.
Nein. Als Erwachsener müssen wir nicht nur unsere Fehler selbst ausbügeln, sondern auch die anderer und alles andere on top. Hüte sich wer Kinder hat. Einerseits weiß man wofür man lebt, gleichzeitig fragt man sich manchmal, ob wir alle nur die Pointe eines kosmischen Scherzes sind.

Langweilig wäre es, wenn es in zwischenmenschlichen Angelegenheiten anders wäre.
Es gibt da z.B. diese eine Person. Wir kennen uns schon lange und es war schon immer eine Anziehung da. Aber – Timing sei Dank – krätscht uns jedes Mal irgendjemand dazwischen. Einer von uns ist immer besetzt. Oder hat gerade „jemanden kennen gelernt“. Vor Kurzem war das Fenster endlich einmal offen. Ob aus uns was werden würde? Wahrscheinlich nicht. Aber: hätten wir früher unserem schlechten (oder zu guten) Gewissen getrotzt, hätten wir beide uns vielleicht jeweils eine unnötige Beziehungs-Erfahrung und auch sonstige Unannehmlichkeiten erspart.
Also – nicht zu viel nachdenken und ruhig einmal etwas egoistischer sein als umgekehrt.
Genauso ist es aber auch andersrum. Bist du dir einer Person nicht 100%ig sicher (oder sie sich selbst) – lass dich besser nicht drauf ein. Schon hast du nämlich im Handumdrehen Monate deiner Zeit verschwendet, drei Staffeln einer Serie gesehen, die sonst nie auf deine Watchlist käme und mindestens zwei heiße Abenteuer abgelehnt.

Du hast eine Woche nach einer Trennung ein Date? Und weiter? Wer legt fest wie lange man nach einer Beziehung mit etwas warten muss?
Man meldet sich ja nicht gleich bei „Hochzeit auf den ersten Blick“ an, nur weil man sich unverbindliche Dates ausmacht, bei denen es eher nicht darum geht, ob der eigene Geschmack mit seiner Inneneinrichtung zusammenpasst.
Apropos Inneneinrichtung: Man kann auch mit einem Casual-Spielgefährten Arm in Arm auf der Couch vorm TV liegen und das mindestens genauso genießen wie in einer Beziehung (die manchmal genau so echt ist wie das Gesicht von Jeannine Schiller). Weil einfach keiner dem anderen was vormacht. Und nebenbei steht einem alles offen.
Maximaler Genuss, zero wasted time.

Die gute Nachricht – man kann fast alles nachholen und für die meisten Dinge ist es nie zu spät. Aber lass dir nicht zu viel Zeit. Man weiß nämlich nie wie lange das Fenster offen ist. Ob im Job oder in der Liebe.


Ewige Treue? (J)ein! – Auszüge aus der Warteschleife

‚Selber Schuld, kein Mitleid. Warum lässt man sich auf sowas ein?‘
Ja, eh. Aber jede(r) sollte seine eigenen Fehler machen und jeder vor seiner eigenen Türe kehren. Grundsätzlich sollte man (oder frau) natürlich die Finger davon lassen. So etwas geht nur in Ausnahmefällen gut. Solche kenne ich auch. Hauptsächlich aber das andere. In vielen Varianten, eine unglaublicher als die andere.

Zum Beispiel der Vorgesetzte, der einen unerwartet küsst und man die Welt nicht mehr versteht. Der eifersüchtig ist und, obwohl er verheiratet ist, einem die Liaison mit einem anderen vorhält. Natürlich fühlt frau sich erstmal irgendwo geschmeichelt.
So etwas ist natürlich nicht mir passiert. Und auch keiner Freundin. So etwas passiert einem in dem Alter und mitten im Leben stehend doch nicht. Jedenfalls nicht absichtlich.

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Top 5 Eat & Drink

Hier habe ich eine kleine Sammlung von Restaurants & Bars zusammengestellt, die ich im Laufe der letzten Zeit getestet habe und die mich persönlich überzeugt haben. Küchenmäßig querbeet, örtlich zufällig fast alles innerstädtisch. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei!

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Berlin meets Wien

Wien ist schon cool. Aber Berlin in Wien ist noch cooler.

Spätestens nach meinem Berlin-Trip, nachdem mich das Flair der Stadt hatte, stand das RADIOdie Label Bar deshalb auch auf meiner Liste.
Hier werden zwei der tollsten Städte in einem Raum vereint. Ich hab am Tag der Eröffnung in Neubau Berliner Luft geschnuppert.

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welcome to the grätzl

Was mir bei Städtetrips fast am wichtigsten ist:  das Flair der Stadt zu genießen. Sich autonom darin zu bewegen und sich für ein paar Tage ein bisschen wie ein Einheimischer zu fühlen. In Hotels ist das nicht so einfach, egal ob Kette oder Mini-Pension.

In Wien ist das mit den Grätzlhotels möglich – zum Glück fühl ich mich in manchen Bezirken wie in einer anderen Stadt, wenn ich aus meinem Heimatbezirk über den großen Fluss fahre. So habe ich mich in meiner eigenen Stadt selbst wie ein (Kurz-)Urlauber gefühlt, als ich eigentlich durch Zufall in einem Grätzlhotel gelandet bin.

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Arbeit, Mutter, Kind – Girls altough wanna have fun

Neulich beim Mädls-Treff. Beim Reden über alte Zeiten erinnern wir uns: vor 10 Jahren war unser größtes Problem die Kollegin im Job oder welches Top wir zur Party am Wochenende anziehen. Heute haben wir dieses Problem auch, allerdings an Stelle 386. Was ist da passiert, und bitte: wann?

Wir sind mittlerweile Mitte 30, Mütter von Kleinkindern und/oder Teenagern, teilweise voll berufstätig, und weil uns das an Verantwortung noch nicht genügt oder es sich aus vorherigen Beziehungen so ergeben hat, haben wir vielleicht noch ein Haus und dazu passend natürlich auch Haustiere.
Die Party ist heute meistens ein kurzes, aber zelebriertes Ereignis und das Top ist einfach schwarz und wahlweise frei von Tierhaaren oder Babybrei.
Eines ist aber gleich geblieben: Wir wollen oder suchen immer (noch) die große Liebe und eine funktionierende Partnerschaft. Am besten all in one. Die Anforderungen haben sich nur etwas geändert.

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Chef zieht ein – oder ein Hund aus dem Tierheim

Da stehen wir. An einem Ende der Leine ich, am anderen ein neues Familienmitglied, das mich mit großen Augen anschaut.

Eigentlich war es einer dieser Tiefpunkte im Leben, die es mühelos in die Top Ten schaffen. Und eigentlich habe ich im Tierheim nur Ablenkung gesucht – gefunden habe ich allerdings viel mehr. Hund sei Dank… (mehr …)