Love and Peach » Berlin meets Wien

Berlin meets Wien

Wien ist schon cool. Aber Berlin in Wien ist noch cooler.

Spätestens nach meinem Berlin-Trip, nachdem mich das Flair der Stadt hatte, stand das RADIOdie Label Bar deshalb auch auf meiner Liste.
Hier werden zwei der tollsten Städte in einem Raum vereint. Ich hab am Tag der Eröffnung in Neubau Berliner Luft geschnuppert.

Frisch umgezogen, von der Neustift- in die Schottenfeldgasse, erstrahlt die Bar in altem, neuem Glanz – und das wörtlich: es funkeln mir Discokugeln entgegen, die sich in unzähligen Vinyls an der Decke wiederspiegeln, kombiniert mit gemütlichen Futon-Möbeln, die mich nicht mehr aufstehen lassen wollen. Ich fühle mich nicht nur wie in einem Berliner Wohnzimmer, sondern auch in eine andere Zeit versetzt.

Ich wusste auch  nicht dass es möglich ist, Retrotapeten, Einhorn-Accessoires und Lamettavorhänge so stimmig zu kombinieren, aber es geht – und wie! Gedanklich gestalte ich fast schon mein Wohnzimmer um. Der Mix aus Berliner Labels und Flohmarkt-Errungenschaften schafft ein undergroundiges aber stylisches Ambiente.

Das Konzept kommt von der Wienerin und Wahlberlinerin Barbara Tampier und Marco Brandl aus Bayern. Das kreative Duo hat hier mehr als nur eine Bar eröffnet – das RADIO ist auch Café, Recordlabel und Fashionstore.
Man kann sich hier bei Kaffee oder Currywurst durch eine kleine feine Auswahl an Kleidung und Schmuck von Jungdesignern schmökern, made in Berlin of course.

Auf die Ohren gibt es feinsten Techno, Minimal und Deep House. Und weil Barbara nicht nur Lokalbesitzerin und Gastronomiefachfrau ist, sondern sich auch als DJane „Miss dicA“ international als einen Namen gemacht hat, legt sie an den Turntables auch ab und zu gern selbst Hand an.

Was man hier abends neben feinen Cocktails zu sich nehmen kann und muss, ist der Berliner Pfefferminz-Likör „Berliner Luft“. Allein schon weil es den nur in Berlin gibt und er extra von dort eingeflogen wird. Ja, sogar ich hab den probiert. Obwohl so gar nicht meins, ist eines sicher: nie hatte man nach einem Stamperl so einen frischen Atem.

Das Publikum bewegt sich zwischen 20 und 40, ist durchwegs alternativ, angenehm, gut aufgelegt. Hier geht es nicht um gesehen und gesehen werden.
Weit weg vom Mainstreem  will man an einem besonderen Ort mit Freunden und seinesgleichen eine gute Zeit verbringen.

Als ich kurz vor Mitternacht gehe, ist die Bude voll und die Musik umso lauter – trotzdem verlasse ich ein riesiges Wohnzimmer, in dem Freunde miteinander lachen, reden und feiern.

Friede, Freude, Berliner Luft. Ich komm fix wieder.

www.radiobar.berlin