Love and Peach » Mutter, Arbeit, Kind – Alleinerziehende und diese Sache mit McDreamy

Mutter, Arbeit, Kind – Alleinerziehende und diese Sache mit McDreamy

Neulich beim Mädls-Treff. Beim Reden über alte Zeiten erinnern wir uns: vor 10 Jahren war unser größtes Problem die Kollegin im Job oder welches Top wir zur Party am Wochenende anziehen. Heute haben wir dieses Problem auch, allerdings an Stelle 386. Was ist da passiert, und bitte: wann?

Wir sind mittlerweile Mitte 30, Mütter von Kleinkindern und/oder Teenagern, teilweise voll berufstätig, und weil uns das an Verantwortung noch nicht genügt oder es sich aus vorherigen Beziehungen so ergeben hat, haben wir vielleicht noch ein Haus und dazu passend natürlich auch Haustiere.
Die Party ist heute meistens ein kurzes, aber zelebriertes Ereignis und das Top ist einfach schwarz und wahlweise frei von Tierhaaren oder Babybrei.
Eines ist aber gleich geblieben: Wir wollen oder suchen immer (noch) die große Liebe und eine funktionierende Partnerschaft. Am besten all in one. Die Anforderungen haben sich nur etwas geändert.

Ein paar aus unserer Runde haben das Glück. Die anderen bewegen sich zwischen ‚Aber jetzt – der ist es!‘, ‚Ich schau mir das mal in Ruhe an‘ und ‚ich geb’s auf! Warum tu ich mir das immer wieder an? Erinnert mich BITTE daran, dass ich mir keinen Mann mehr nehme!‘ (Das kommt dann ca. alle 6 Monate).
Egal wer welchen Beziehungstatus hat: wir freuen uns aus tiefstem Herzen füreinander und fiebern und fluchen genauso ehrlich mit. Über eines sind wir uns nämlich unausgesprochen einig:

Wir brauchen keine weitere Problemzone. Wir wollen einen Partner der uns unterstützt und uns happy macht. Bis sich dieser Prinz bequemt anzugalloppieren, sind wir z.B. auch dem guten alten friend with benefits nicht abgeneigt. Aber bitte Männer – ihr seid dann nur eines davon. Mischformen sind zu kompliziert und das ist unser Leben oft genug. Wir tun das alles gut und gerne, aber als Ausgleich wäre es nett wenn der männliche Part an unserer Seite uns hauptsächlich schöne Stunden beschert und nicht am Nervenkostüm rüttelt.
Das erledigt bereits in der Früh die Kindergartenpädagogin oder in der Mittagspause am Telefon die Lehrerin, wenn sie gutgemeinte aber völlig deplatzierte Tipps zur Erziehung geben will, während man gerade in Arbeit schwimmt und fast einen Herzinfarkt bekommen hat, weil die Betreuungseinrichtung am Display aufscheint.
Wir brauchen keine Ratschläge über finanzielles oder organisatorisches, außer wir bitten euch darum. Dann sind wir euch für eure Hilfe sehr dankbar.

Wenn ihr aus Eigenem den Mist runterbringt, uns Lampen montiert und auch mal zu den Kindern ein sanftes aber konsequentes Machtwort sprecht, dürft ihr gern unter dem Couchtisch eure Socken verteilen und auf potenzielle Konkurrenten eifersüchtig sein. Und dann seid ihr eh schon mit uns in der Beziehungs-Zone. Oder wir mit euch.

Wir bringen aber auch genug Vorteile mit. Wir stehen fest im Leben, sind finanziell unabhängig (allein schon weil wir es einfach sein müssen) und haben grundsätzlich Nerven aus Drahtseil. Wir genießen unsere kurzzeitigen Freiräume auch gerne alleine oder mit unseren Freundinnen, und wir wissen was wir wollen. Natürlich richten sich danach auch unsere Ansprüche an die Männerwelt.

Ja, das mag vielleicht viel erscheinen. Aber eines ist sicher. Wir sind es (uns) wert.